Dienstag, 26. November 2019

Angekommen im Norden Laos

Dien Bien Phu (Vietnam) - Muang Ngoi Kao (Laos)


Knapp 40km Sandpiste haben uns von Dien Bien steil bergauf zur laotischen Grenze gebracht. Begleitet von vielen Baustellen und Lastwagen eine eher unangenehme Strecke. Abgesehen von einer sehr langen Mittagspause der laotischen Zollbeamten verlief die Einreise nach Laos dann jedoch problemlos und das grüne ruhige Laos empfängt uns mit viel Sonne und leeren Straßen. 
Uns fällt als erstes die Ruhe auf- Laos ist bei weitem nicht so dicht besiedelt wie Vietnam und in den Bergen wohl noch viel weniger. 






Kip ist eine Binnenwährung und entsprechend reisen wir mit unseren verbleibenden Dong und einigen US Dollar Notvorrat ein. Es ist Freitag und gegen Abend erreichen wir das erste Dorf nach der Grenze (Muang Mai) da wollen wir auch bleiben. Der einzige ATM im Dorf ist leer...also versuchen wir im Guesthouse mit US Dollar zu bezahlen, doch da versteht uns wirklich keiner! Unser Zeigebuch und Zeichnungen machen nun jedoch klar dass wir keine Kip haben. Entgegen unserem Reiseführer werden Dollar nicht akzeptiert, aber viel Goodwill seitens des Gastgebers führt dazu dass er uns einige Dong wechselt und das zu einem guten Wechselkurs! Glück gehabt, es reichte auch noch für ein kleines Znacht.
Am nächsten Tag erreichen wir über wunderschöne Straßen das erste Dorf ( Muang Khoua) welches auch schon Touristen gesehen hat - mit einem ATM der uns etwas mehr Kip gibt ;-)








Wir lernen viel - die Menschen in den Bergen haben gar kein Geld, für was auch… sie ernähren sich von dem was der Wald hergibt, entsprechend sehen wir auf dem Markt Vögel, Ratten, Frösche, Fledermäuse- alles roh mit Federn oder gegrillt. Riesige Pomelos, kleinste Mandarinen (2-3cm groß) aber äußerst geschmackvoll, Longan und natürlich Bananen, die gibts immer und da sind wir froh drum. 
Tiere auf dem Markt darf man nicht fotografieren…
Wir erreichen Muang Ngoi Kao per Boot, da es keine Straße gibt um dann weiter in den Süden zu pedalen. Hier in Muang Ngoi Kao gönnen wir uns eine Pause vom Pedalen. Es gibt doch einige Touristen hier (v.a. Franzosen) und auch Restaurants... uns begeistert die große Auswahl an Speisen. Zur Abwechslung mal Reis ;-) oder Nudeln aber doch etwas anders gewürzt- sogar pikant! Das hatten wir in Nordvietnam nie.
Während uns in Nordvietnam die täglichen Nachrichten und die Nationalhymne frühmorgens über die Lautsprecher in den Straßen weckte - gegen 5.30Uhr, so waren es heute die Mönche vom Kloster welche durch die Straßen ziehen, trommeln und dann den täglichen Almosengang absolvieren. 
Der heutige Ruhetag wird zur Abenteuerwanderung. Eigentlich wollten wir zum Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes. Der Aufstieg war extrem steil und unwegsam mit „Seilen“ gesichert aber ok. Der Abstieg gestaltet sich auf einmal schwierig zu finden; wir dachten dass wir immer dem Weg gefolgt sind, dem war jedoch nicht so… die Bambusrohre sehen alle gleich aus... wir gehen den gleichen Weg nochmals zurück und haben beim zweiten Versuch mehr Glück.
Jetzt wissen wir auch dass Bambusrohre kleinste Stacheln haben...wir sind 
beschäftigt für die nächsten Stunden.














Dienstag, 19. November 2019

Nördliches Vietnam

Vu Ban - Son La (Vietnam)

Gut 350km sind gefahren, Zeit für einen ersten Eindruck was das Radeln auf Vietnamesischen Strassen angeht. Der Verkehr hält sich bis jetzt in Grenzen, eher wenig große Lastwagen und die meisten Verkehrsteilnehmer überholen wenn möglich vernünftig- ansonsten heißt es „ausweichen in den Straßengraben“. Dank der App maps.me werden wir auch mehr oder weniger zuverlässig zum jeweiligen Ziel geführt, was extrem hilfreich ist, da die Straßenbeschilderung sehr bescheiden ausfällt.
Die Ablenkung jedoch ist groß… wunderschöne Aussichten ergeben sich durch die gebirgige Landschaft, Märkte auf den Strassen, und und und.
Kulinarische Experimente gibt‘s täglich denn oft wissen wir nicht was wir bestellen. Unser Bilder-Zeigebuch, die Übersetzungen von Tu-My und Google Translater sind im Dauereinsatz, dennoch bleibt es spannend. Meist sehen wir das Essen bereits tagsüber unterwegs - abends auf den Tellern. Hund, Huhn, Schwein, Rind, Ente, Fisch, Gans, Katzen...das volle Programm! Unser Tofukonsum ist exponentiell gestiegen, denn wer nicht Fleisch essen möchte bekommt Tofu ;-)
Das Verhandeln über Preise ist immer noch schwierig, offenbar haben wir immer zu viel bezahlt für die superfeinen kleinen Bananen, wie wir feststellen mussten. Für den bis anhin verhandelten Preis (wofür wir natürlich stolz waren…) bekamen wir gestern einen ganzen Bananenast ca. 10kg schwer; der Verkäufer war genau so erstaunt wie wir, als wir nur 5 Bananen vom ganzen Ast wollten und ihm den Rest zurück gaben.

















Donnerstag, 14. November 2019

Unterwegs in Richtung Norden

Hanoi - Vu Ban (Vietnam)

Hanoi und Halong Bucht
Bevor wir uns aus der Komfortzone begeben, genießen wir noch einige Tage in Hanoi und in der Halong Bucht. Natürlich ist der zweitägige Ausflug in die Halong Bucht eine Touristenattraktion und von A bis Z durchgeplant; dennoch war es sehr eindrücklich und schön. Wir hatten auch eine gute Portion Glück. Unser Boot war zur Hälfte leer, so waren wir gerade mal zu Viert (mit einem Paar aus Genf) und das Wetter war gut. Ein gemütlicher Abend mit den zwei bei einem feinen Znacht und wunderbarer Landschaft.




Zurück in Hanoi entscheiden wir uns mit dem Zug aus der Stadt zu fahren da wir nirgendwo Wegweiser gesehen haben…
Wir nehmen den Zug nach Ninh Binh und starten da per Velo. Abends werden wir von der Englisch Lehrerin ins Schulzimmer gerufen (die Kinder gehen abends in die Privatschule zum Englisch lernen). Wir sind zu Dritt mit Dirk aus Deutschland und üben mit den Kindern Englisch. Es war sehr lustig…






Bei Regen und Wind sind wir heute Morgen in Richtung Norden losgefahren. Durch wunderschöne Landschaften mit kleinen Kalksteinfelsen und Wasser überall. Blühende Seerosen am Wegrand haben uns genau so überrascht wie Ziegenköpfe im Laden und Schweine auf dem Gepäckträger.
Wir sind am Staunen und manchmal ganz schnell wieder am Wegschauen…
Die Sprache ist eine echte Herausforderung- Englisch war bereits in Tam Coc schwierig- jetzt völlig unnötig weil´s keiner versteht.
Morgen geht´s weiter in Richtung Norden - da wartet die erste Bergetappe!





Sonntag, 10. November 2019

Hanoi

Hanoi (Lieblingsstadt von Lukas - das sagt viel…)

Chaotisch, charmant, wuselig… unsere ersten Eindrücke von Hanoi