Eine außerordentlich herzliche Gastgeberfamilie in Hoi An macht unseren Aufenthalt unvergesslich und zum Abschied werden wir noch reichlich mit „Katzenkaffee“ beschenkt.
Seit Hoi An folgen wir der Küste entlang in Richtung Süden der großen Autostraße 1A folgend. Wir sind positiv überrascht, es gibt selten viel Verkehr, lange Tunnels können wir problemlos über Passstrassen umfahren, damit wir auch nicht aus der Übung kommen den Berg hoch zu radeln.
Auch haben wir meistens eine Spur für uns, denn ganz rechts fahren nur Roller und Velos von denen es nicht viele gibt. Dennoch ist Vorsicht geboten- Getreide und Fisch trocknen, Räucherstäbchen produzieren, Essensstände betreiben, all das gehört ebenfalls auf die rechte Spur!
Südlich von Hoi An werden an vielen Küstenabschnitten große Resorts gebaut, oder mindestens dachte man mal solche zu erstellen. Viele Bauruinen zeugen wahrscheinlich von einst euphorischen Investoren.
Auch hier wird einem das Abfallproblem vor Augen und Nase geführt. Große Strandabschnitte sind „zu gemüllt“.
Später folgen wir der Empfehlung von Tu-My und radeln entlang einer kleinen Küstenstraße für gut 100km und sehen einige noch nicht touristische Dörfer und traumhafte Landschaften.
Außerordentliche Gastfreundschaft überrascht uns. Wir machen Halt vor einem Laden. Es vergeht keine Minute, werden wir vom Ladenbesitzer eingeladen im Schatten in seinem Laden Platz zu
nehmen. Etwas zögerlich- denn sehr hungrig- kommen wir der netten Geste nach. Sofort holt er sein iPad und zeigt uns ganz stolz Fotos von seinen Velotouren und kommentiert ausführlich- in Vietnamesisch. Etwas später haben wir eine offerierte Glacé in der Hand! Unser Hunger ist noch nicht gestillt, aber wir sind total glücklich. Als wir unsere Velos wieder satteln, kommt die Besitzerin mit zwei Plastiktüten mit Getränken und taiwanesischem Kuchen - ein Geschenk auf den Weg.
Die Tage beginnen immer früher je weiter wir in den Süden kommen. Kurz vor 5 Uhr ist Tagwache damit wir vor der größten Hitze das Tagesziel erreichen. Die Stimmungen in den Dörfern am frühen Morgen sind wunderbar. Der Banh Mi (vietnamesische Sandwiches) Verkäufer ist schon in Arbeitslaune und die Kinder auch schon auf dem Weg zur Schule. Dennoch ist es etwas ruhiger in den frühen Morgenstunden- wir genießen‘s.
Wir fahren längere Etappen und gönnen uns dann wieder einen Ruhetag mit Ausschlafen - wenn‘s dann klappt. Heute um 6.19Uhr wurden wir aus dem Bett „geklopft“. Der beharrliche Receptionist
wollte uns doch unbedingt die frisch gewaschenen Kleider ins Zimmer bringen. Dass man um diese
Zeit noch schlafen kann - das konnte er sich wohl gar nicht vorstellen...
Nun geht‘s morgen wieder in die Berge. Eine weitere Königsetappe steht an, mit gut 90km und 2600Hm hoffen wir auf nicht zu viel Gegenwind und flotte Beine. Aber da wartet Chappi Mountain ein Holzhüttchen in der Kaffeeplantage...

































































