Donnerstag, 13. Februar 2020

Rainbow trail …

Turangi - Hanmer Springs

Von Turangi geht die Fahrt weiter in Richtung Süden zum Tongarironationalpark. Da bewundern wir die Vulkanlandschaft zu Fuß und organisieren die Weiterfahrt per Bus bis Wellington, denn noch denken wir eher wenig Zeit in NZ zu verbringen und die wenig attraktive Strecke mit viel Verkehr wollen wir vermeiden. 





Obschon sich NZ als wenig fahrradfreundliches Land zeigt, können wir schlussendlich die Räder in den Bus nehmen und erreichen Wellington planmäßig. Die kurze Strecke vom Busbahnhof zum Hotel hat’s aber in sich. Der Wind weht so stark dass wir es kaum schaffen die Kreuzung zu queren bevor die Ampel wieder auf rot schaltet... ein Feuerwehrmann im Auto beobachtet uns, hält an und ruft uns zu „welcome to Wellington“…

Wir nehmen die Fähre auf die Südinsel und fahren die wunderschöne Strecke des „Queen Charlotte Drive“ nach Nelson, das Wetter ist weiterhin einfach nur perfekt. Sonne pur und wenig Wind. 





Die letzten 10km vor Nelson kosten uns dann aber doch noch sehr viel Energie und Zeit — mit Gegenwind brauchen wir knappe zwei Stunden und erreichen Nelson später als erwartet. 
Aber die große Überraschung kommt erst noch. Wir haben uns kurzfristig eine warmshower Übernachtung organisiert. Als wir die angegebene Adresse ansteuern steht da ein Luxus B&B im ältesten Haus von Nelson. Ob wir da richtig sind? Wir kontrollieren die Adresse mehrfach. Und tatsächlich uns empfängt Jenny, und meint, sie hätte heute nicht alle Zimmer ausgebucht, sie bietet uns deshalb eine kostenlose Nacht im B&B an. Gekrönt wird das Erlebnis mit einem wunderbaren Frühstück im alten Schlosssaal und Mozart im Hintergrund. 
Jenny ist äußerst großzügig zu uns, wir plaudern noch lange mit ihr über‘s Radfahren etc. Wir werden uns sicher wieder hören. 



Als nächstes wartet der Rainbow Trail auf uns, 3 Tage durch die Berge auf einem Trail von St. Arnaud nach Hanmer Springs. Einsamkeit, Natur pur und perfekte Bedingungen, dies die Kurzfassung des Trails. 











Der Trail führt uns über den höchstgelegenen Pass Neuseelands — den Island Saddle; mit Straße ist hier aber eben eher ein Trail gemeint, denn mit einem normalen Auto ist diese „Straße“ nicht befahrbar. Wir durchqueren Flüsse, schieben ab und zu und genießen die Natur in vollen Zügen. Nutella Toast geben uns immer wieder neue Energie…


Die Abfahrt ist teilweise steil und ruppig und so kommt‘s auch zum ersten Sturz-  glücklicherweise ohne größere Folgen. 

Angekommen in Hanmer Springs genießen wir eine Dusche und ein Bett! 

Leider erreicht uns auch die Nachricht von Globetrotter dass wir nicht nach Taiwan weiter reisen können aufgrund des Coronavirus. Unser Flug ab Hongkong wurde storniert und die Einreise via Hongkong wäre nur noch mit 14tägiger Quarantäne machbar. 
Wir müssen wieder einmal umplanen...




Samstag, 1. Februar 2020

Auf der Nordinsel

Cooks Beach - Turangi

Sowohl der Untergrund wie auch die Umgebung sind extrem abwechslungsreich und herausfordernd. Über Trails und Straßen fahren wir in Richtung Süden, vorbei an wunderschönen Pflanzen, riesigen Bäumen und vielen dampfenden Quellen.
Wir wussten zwar dass wir uns in Rotorua auf geothermisch aktivem Grund bewegen, dass aber unser Zelt von unten aufgeheizt wird, überrascht uns sehr! Wir genießen die wohltuende Wärme und schlafen wunderbar.

Ein Abstecher führt uns zu einer heißen Quelle, an welcher 40-50l Wasser pro Sekunde (98Grad C) an der Erdoberfläche austritt. Dies beschert uns - in abgekühlter Version- ein Entspannungsbad für die müden „Velowädli“.

Die Neuseeländische Gastfreundlichkeit beschert uns immer wieder ein tolles Plätzchen zum Übernachten. Wir fragen für einen Zeltplatz und bekommen den Schlüssel zu einem ganzen Haus. Auch haben wir bereits die ersten warmshower Übernachtungen gehabt, und immer sehr nette Menschen getroffen. (Warmshower.org für alle die das nicht kennen).

Wir empfinden das Reisen als sehr entspannt: Man lacht uns nicht mehr aus, Kommunikation funktioniert, wir wissen was wir zum Essen bekommen und es ist viel ruhiger und einsamer, natürlich kulturell auch weniger spannend als in Vietnam/Laos.

Wir radeln alles andere als direkt aber wunderschön und mit viel Wind im Gesicht nach Turangi. Von hier geht‘s weiter zum Tongariro Nationalpark, wo einige Wandertage geplant sind.