Die Königsetappe war anstrengend und heiss - sehr heiss. Im Aufstieg (30km non-stop-bergauf) hält ein Lieferwagen vor uns an, der Fahrer unterlegt die Räder mit großen Steinen, und rennt mit kalter Zitronenlimonade auf uns zu! Welch eine Wohltat, denn das Wasser in unseren Bidons ist schon ziemlich warm! In Kürze ist dies ausgeschüttet und ersetzt mit kalter Limonade. „Only 7k to go“ sagt er und packt seine Sachen und fährt weiter.
Die anstrengende Fahrt zahlt sich aus. Abwechslungsreiche Landschaft, ein Bungalow mitten in der Kaffeeplantage in Chappi Mountain, mystische Morgenstimmung, Ruhe und himmlischer Kaffee waren nur einige der vielen Highlights.
Nach unzähligen Erdbeer- und Blumenfelder erreichen wir Da Lat - das „St.Moritz von Vietnam“. Angenehm kühle Temperaturen, Wind, einen See, sehr gepflegt, viele Touristen, einen Golfplatz und überhöhte Preise!
Wir geniessen‘s und feiern Silvester mit einem „Galadinner“ mit Frosch und Schaumwein.
Durch Nadelwälder und Kaffeekirschen, welche an der Sonne zum Trocknen liegen, fahren wir weiter durch die Berglandschaft.
Ein Sturm weht uns fast vom Sattel und ein gestürzter Baum versperrt die Straße. Die Vietnamesen nehmen‘s locker. Sie helfen uns die Fahrräder über den Baum zu hieven und hacken mit einem Säbel den Stamm entzwei.
In der Ebene angekommen pedalen wir durch unzählige Drachenfruchtplantagen und werden vom vorbeifahrenden Bauern mit frisch geernteten, pink leuchteten Drachenfrüchten beschenkt. Es waren die besten in ganz Vietnam!
Eine eher unattraktive Radstrecke führt uns entlang der Küste nach Vung Tau. Unzählige Bauruinen, Baustellen, viel Müll und geplante Baustellen (riesige abgeholzte Flächen wo einst riesige Resorts entstehen sollten) begleiten uns auf den letzten Kilometern nach Vung Tau.
Bei brütender Hitze erreichen wir Vung Tau. Zwei Kilometer vor unserem Tagesziel rattert das Hinterrad von Lukas Velo...der Schaden ist schnell behoben. Die Hände allerdings sehr schmutzig, so offeriert der zuschauende und einfach so dasitzende Vietnamese seinen Wasserhahn. Sehr nett! Doch während des Händewaschens knabbert aus dem über dem Wasserhahn hängenden Käfig eine Ratte an Lukas Haaren ;-))) Wir sind uns nicht einig; Lukas wollte einen buschigen Schwanz gesehen haben, in der Hoffnung es wäre dann ein Eichhörnchen...ob‘s das hier gibt lassen wir offen.

















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