Unsere Weiterfahrt nach Süden gestalten wir anders als ursprünglich geplant, da uns eine Reise in den asiatischen Raum wenig sinnvoll erscheint. Wir planen Neuseeland ausgiebig zu erkunden und ggf. zum Schluss unserer Reise noch einen Abstecher zu machen.
Vorerst pedalen wir weiter nach Süden und umfahren Christchurch großräumig. Es sind ca. 350km „Durststrecke“ zu bewältigen bevor die Landschaft wieder attraktiver wird. Mit der neuen Reiseplanung ändern sich jedoch auch unsere Bedürfnisse - wir brauchen warme Schlafsäcke, was es hier nicht an jeder Ecke gibt.
Fündig werden wir in Rangiora, ein liebloser „Vorort“ von Christchurch. Der Campingplatz wird hauptsächlich von Obdachlosen und Arbeitslosen bewohnt. Als Tourist ist man hier fast etwas fehl am Platz. Unsere alten Schlafsäcke werden wir dafür schnell los, die Heilsarmee nimmt diese dankend entgegen.
Die folgende Nacht verbringen wir bei den warmshowers Gary & Vicky (Hobbyschafbauern). Schafe melken, füttern, massieren, ja genau all das gehörte dazu! Wir verbringen einen super lustigen Abend mit den Zwei und kosten feinen Schafkäse und Yoghurt.
Wir haben ähnliche Ideen und Vorstellungen und so ergeben sich gute Gespräche, gemeinsame Kaffees und ein stetiges Wiedersehen in den nächsten Wochen.
Die Landschaft wird wieder abwechslungsreicher und attraktiver. Via Lake Tekapo fahren wir nach Twizel und von da zum Mt Cook, wo die ersten Schneeberge auf uns warten. Mt Cook ist für uns per Rad ein Abstecher von gut 120km hin und zurück - aber das lohnt sich...
Wir starten in Twizel bei einigermaßen gutem Wetter, doch schon nach 30km sind wir komplett durchnässt und der Wind fegt uns fast von der Straße. Zum Glück gibt es da ein Coffeeshop. Wir trinken ausgiebig Kaffee, trocknen uns und die Kleider, da tauchen Gabi und Christoph auf! Wir verbringen gute 3h zusammen im Café bis wir weiterfahren im Regen. Einige Extrakilometer machen wir, da ein Telefon im Café vergessen geht. Aber wir schaffen es doch noch nach Mt Cook und entscheiden uns für ein Hotel anstelle des nassen Zeltplatzes.







Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen