Sonntag, 1. Dezember 2019

Luang Prabang

Muang Ngoi Kao - Luang Prabang (Laos)

Unterschiedlicher hätte es nicht sein können - die letzte Nacht verbrachten wir im „ chinesischen Trucker  Rotlicht Milieu“ eher laut, schmutzig, viel Alkohol im Spiel und im Niemandsland in einem laotischen Bergdorf. Nur gerade ein Radlertag später genießen wir den Luxus eines Boutique Hotels, das seinem Namen wirklich gerecht wird. Die Gegensätze könnten nicht extremer sein.






Im Tal des Nam Ou werden überall Staudämme gebaut von „Power China“, einige Täler sind bereits geflutet und wir fahren bereits auf der neuen, noch nicht fertig gestellten Strasse von Norden her nach Luang Prabang. Da und dort sehen wir noch grüne Baumkronen aus dem Wasser ragen, eine Tempelspitze und das war´s dann auch schon.





Ein Chinese versucht uns nach unserer Meinung zu fragen - die Chinesen zerstören die Schönheit Laos - tippt er in Google Translator ein; wir entziehen uns der hochpolitischen Diskussion. Denn diese gestaltet sich schwierig; Konsumenten des Stroms sind unter anderem die westlichen Touristen, die Chinesen verkaufen den Strom und bauen Strassen, Staudämme etc. gleichzeitig sind die Laoten auf den Tourismus angewiesen. Angekommen in Luang Prabang fragen wir uns aber schon ob so viel Tourismus gut ist? Luang Prabang- das Disney World von Laos! Alles glänzt und glitzert und viele Läden und Restaurants werden von Franzosen betrieben.

Uns begeistert die kulinarische Vielfalt Laos, jedoch ist auch oft eine Portion scharfer Chili versteckt, zB. eingewickelt im Bananenblatt, mitten im sehr milden Eintopf oder sonst wo - auf jeden Fall kommt oft unerwartet feurig heiße Stimmung auf beim Essen ;-) Inzwischen habe ich aber auch begriffen „only a little bit spicy“ ist zu viel für uns!


Eine Gegenüberstellung unserer Beobachtungen Laos — Nordvietnam:
  • Tiere werden in Lastwagen transportiert — Tiere werden auf dem Mofa transportiert oft bereits gegrillt
  • Bestimmt keine Helmpflicht — alle tragen einen Helm
  • Sehr feines Essen mit viel Gemüse und einen Touch Thai — Reis, Reis oder Reis 
  • Normal hohe Stühle — kleine Plastikhocker verpassen einem die täglichen Dehnübungen
  • Ruhe — trubeliger Alltag startet frühmorgens 
  • Einer arbeitet und 5 schauen zu — 6 arbeiten wirklich hart
  • Sabadee — hello, what´s your name, nice to meet you. Money?
  • Schriftzeichen sind nicht zu identifizieren — einige Wörter konnten wir uns merken (Danke Tu-My)

Eines haben doch beide Länder gemeinsam- die Menschen sind extrem hilfsbereit und lieb auch wenn wir nicht mit ihnen sprechen können. Bereits mehrmals sind wir mit der Sprache einfach nicht weitergekommen und sowohl die Vietnamesen wie auch die Laoten nehmen es mit Humor und einem  Lachen. Es ist ja wirklich absurd, alle wollen das Gleiche nur keiner versteht der andere.
Auf den Straßen in den Bergen kommen Scharen von Kindern heran gerannt, wollen einge Meter mitfahren, rufen uns „Sabadee“ zu in Laos, „Hello“ in Vietnam und winken bis sie fast selbst in den Straßengraben fahren oder wir hinter der nächsten Kurve verschwinden.

Novizen rufen uns zu Tisch im Tempel und fragen ob sie mit uns Englischen üben dürfen. Wir schätzen den Austausch sehr und lernen viel über das Leben und die laotische Kultur.




















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